|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
GERHARD
JOCHEM & SUSANNE RIEGER Vorgeschlagen
von H. Peter Sinclair, Middlesex, England; Micheline Gutman, Paris,
Frankriech; Willie Glaser, Quebec, Kanada; Michael Bernet, New Rochelle,
NY; Gerard & Nicole Langlois-Cerf, Paris, Frankreich; und Martha
Lev-Zion, Israel Mehr als 200 Besucher begrüßen Susanne Rieger und Gerhard Jochem aus Nürnberg jeden Tag, die meisten bekommen sie nie zu Gesicht. Trotzdem schmieden sie mit einigen sogar Pläne, verwirklichen gemeinsame Projekte oder erzählen sich manchmal einfach nur Witze. Die Gastfreundlichkeit
des Paars hat sich durch ihre zweisprachige Internetseite RIJO ausgedehnt.
Es ist eine Art virtueller Treffpunkt, eine Plattform für deutsch-jüdischen
Austausch und zugleich digitaler Gedenkstein sowie reichhaltige Tagsüber ist
Jochem, 36, Stadtarchivar, Rieger Beamtin; die Frage nach ihrem Alter
überhört sie. In den vergangenen Jahren, haben die beiden
kontinuierlich die Geschichte von Juden und anderen Nazi-Opfern in München,
Fürth, Nürnberg Viele, die Kontakt
zu Jochem und Rieger aufnehmen, bekommen umfangreiche Hilfe gewährt.
Aber sie sehen nur wenig von den Persönlichkeiten, die dahinter
stehen. Michael Bernet wurde in Nürnberg geboren wurde und lebt
heute in New Jochem und Rieger stehen nicht gern selbst im Mittelpunkt. Sie reden lieber über ihr Projekt RIJO (www.rijo-research.de). Im Jahr 1997 kam Jochem durch die Arbeit an einem Gedenkbuch für die Nürnberger Shoa-Opfer in Kontakt mit Überlebenden der Nazi-Zeit. Während der Recherchen stieß er auf viel biographisches Material und bekam viele Anregungen für Themen mehr als er in dem Buch unterbringen konnte. Beeindruckt von Gerhards Erfahrungen bei der Arbeit, begann Susanne ebenfalls zu recherchieren. Schließlich entschieden beide, die beste Art und Weise, ihre Ergebnisse zugänglich zu machen, sei das Internet. Offizielle Unterstützung bekamen sie nicht. Dennoch liegen für Rieger die Vorteile auf der Hand. Wir sind unabhängig, wir können schreiben worüber wir wollen und es gibt keine Deadlines, erklärt sie. Nicht durch raffiniertes
Design will die Web-Seite beeindrucken, sondern mit profunden Inhalten
wie den Abhandlungen zur frühen Geschichte jüdischer
Gemeinden in Bayern, den kommentierten Stadtplänen von Cham oder
Nachhaltig war die
Wirkung der Internetseite mit ihren Inhalten auf so manchen Besucher.
Michael Bernet kann durch sie einen Ort wieder erleben, der nur noch
in seiner Erinnerung existierte. Ich bin wieder in meinem Zuhause,
in meiner Schule und meiner Synagoge, sagt er. Ich habe
Freundschaft geschlossen mit Familienmitgliedern, die vor 100 Jahren
gestorben sind, Ich lief auf den alten Straßen (an viele erinnere
ich mich noch), Ich höre die alten Geräusche und ich |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||