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GERNOT
ROEMER
AUGSBURG, DEUTSCHLAND
Vorgeschlagen von Arnold Erlanger aus Melbourn, Australien
2000
Seit den frühen
70er Jahren hat sich Gernot Roemer der Veröffentlichung von
Aufzeichnungen gewidmet, die den Beitrag schwäbischer Juden zum
kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben ihrer Region beschreiben.
Seine Forschungen, seine Veröffentlichungen und seine Ausstellungen
umfassen das gesamte Schwabenland und erreichen ein großes Publikum.
Für Menschen wie Arnold Erlanger, der den Holocaust erlebte, ist
Gernot Roemers Arbeit eine heilige Mission. Seine Forschungen und Veröffentlichungen
klären die Deutschen über die Vergangenheit auf und ehren
gleichzeitig die Verstorbenen. Seine Arbeit ist ein lebendiges Testament,
das dazu beitragen kann, kommenden Generationen zu zeigen, welchen Preis
Engstirnigkeit fordern kann. Von dem Zeitpunkt an, als Gernot Roemer
im Jahr 1971 Herausgeber der bedeutenden Augsburger Tageszeitung Augsburger
Allgemeine wurde und noch mehr, seit er 1994 in den Ruhestand
trat, nutzte er jede Gelegenheit, um die Öffentlichkeit über
die Geschichte und die Leistungen der Juden in Schwaben zu unterrichten.
Durch Dokumentarfilme, Ausstellungen und Artikel wurde er zum Hüter
der
Geschichte. Die Drohungen, die er über die Jahre hinweg erhielt,
screckten ihn nicht ab. Gernot Roemers historische Darstellungen und
seine
erzieherische Arbeit in Schulen und Jugendorganisationen behandeln
ausführlich die Jahre des Holocaust sowie die Jahre davor in jüdischen
Gemeinden Schwabens. Viele seiner Bücher und Artikel handeln vom
intensiven persönlichen Leid einzelner Familien. Sein Fundus an
Informationen half auch vielen, die Erfahrungen ihrer eigenen Familien
während dieser Zeit zu verstehen.
Bei der Vorbereitung
besonderer Ausstellungen für das Jüdische Museum
in Augsburg leistete er unschätzbare Unterstützung. Gernot
Roemer übernahm die Aufgabe, die Stadt Augsburg um die Aufstellung
eines Denkmals mit den Namen der Opfer des Holocaust zu bitten. Mehr
als zwei Jahre hat er umsichtig für dieses Projekt geforscht, um
sicherzustellen, daß kein Name ausgelassen wurde, da diese Steintafel
ihre einzige Grabstätte ist.
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