DIE MITGLIEDER DER JURY

KAREN FRANKLIN ist Leiterin des Familien Forschungs Program am Leo Baeck Institute in New York City. Sie war Leiterin des Judaica Museum in Riverdale fuer mehr als 20 Jahre. Sie ist ehemalige Presidentin der Internationalen Gemeinschaft der Juedischen Geneologican Gemeinschaften und vormals Vorsitzende des Council of American Jewish Museums. Frau Franklin diente in der Leitung der American Association of Museums (AAM), die einzige Vorsteherin eines Juedischen Museums jemals erwaehlt zu sein zu diesem Posten, und augenblicklich dient sie im Amt der ICOM-US (International Council of Museums). 2012 verlieh das us-amerikanische Komitee des Internationalen Museumsrats (ICOM-US) Frau Franklin in Anerkennung ihres Engagements für die Restitution jüdischen Eigentums seine höchste Auszeichnung: die ICOM-US Service Citation.

ERNEST KALLMANN hat die Geschichte von jüdischen Familien im größeren historischen Zusammenhang geschrieben, hauptsächlich in Zusammenarbeit mit dem ‚Cercle de Genealogie Juive’ in Paris. In Mainz geboren, flüchtete er 1933 nach Frankreich, wo er auch weiterhin wohnhaft ist. Er arbeitet hauptsächlich als Computer- und Telekommunikations- Management Berater.

WERNER LOVAL wurde in Bamberg geboren und flüchtete als Dreizehnjähriger mit einem Kindertransport nach England. Später lebte er in Ecuador und in den Vereinigten Staaten, bevor er 1954 nach Israel immigrierte. Bis 1966 arbeitete er für den israelischen diplomatischen Dienst in den USA und Lateinamerika. Er gründete Israels größte Immobilienfirma und ist deren Direktor, ehemaliger Präsident von Har-El, Israels erster Reform-Synagoge, Gouverneur der Hebräischen Universität von Jerusalem und dem B’nai Brith World Center. Im Jahre 1999 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Jerusalem ernannt. Er ist ein regelmäßiger Besucher in Deutschland.

SARA NACHAMA studierte in Israel und ist vor über 30 Jahren nach Berlin gekommen. Sie arbeitete für das Deutsche Fernsehen (SFB und ZDF) als Dokumentarfilmerin. Von 1992 bis 1999 hat sie ehrenamtlich bei der Programmgestaltung und Organisation der alljährlich stattfindenden Jüdischen Kulturtage in Berlin leitend mitgewirkt. Von 2001 bis 2003 war Frau Nachama Gründungsdirektorin der Berliner Zweigstelle des Touro College (New York); die einzige Amerikanisch – Jüdische Hochschule in Deutschland. Seit 2005 ist sie auch die Vizepräsidentin des Touro College. Sie ist im Präsidium des „Willkommen in Berlin“ – Berliner Diplomatenclub beim Auswärtigen Amt. Am anfang 2012 wurde sie in die Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gewählt. She ist im Kuratorium des Jüdischen Krankenhauses in Berlin.

DR. ARTHUR OBERMAYER ist Unternehmer in der Hightech-Industrie im Großraum Boston und Initiator des Jüdischen Museums in Creglingen, der Heimatstadt seiner Vorfahren. Vor kurzem erschien ein Buch über seine Familie unter dem Titel "The Obermayers: A History of a Jewish Family in Germany and America, 1618-2009" (Die Obermayers: Geschichte einer jüdischen Familie in Deutschland und Amerika, 1618-2009). Er ist langjähriges Vorstandsmitglied der Amerikanisch-Jüdischen Gesellschaft sowie Koordinator und Webmaster des deutschen Zweiges von JewishGen. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, die ihm vom Bundespräsidenten verliehen wurde.

Seit 2006 ist ANDRÉ SCHMITZ Berliner Staatssekretär für Kultur und für ein Kulturbudget von ca. 500 Mio. USD, eines der größten Europas, verantwortlich. Sein Aufgabengebiet umfasst Angelegenheiten der Museen, Bibliotheken, Archive, Gedenkstätten, Theater, Orchester und Chöre, sowie die Förderung von Künstlern in Berlin. Staatssekretär Schmitz ist außerdem politisch verantwortlich für die Belange der Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat ihm 2010 den Heinz-Galinski-Preis verliehen. André Schmitz wurde in Oberhausen geboren und hat an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Albertus-Magnus-Universität Köln studiert. Er ist Verwaltungsjurist und bekam 2007 vom Touro College New York eine Ehrendoktorwürde der Rechtswissenschaften verliehen. Vor seiner aktuellen Position war er von 2002 bis 2006 Chef der Senatskanzlei. Von 1992 bis 1997 war er Verwaltungsdirektor der Berliner Volksbühne und von 1997 bis 2002 Geschäftsführender Direktor der Deutschen Oper Berlin, außerdem war er in zahlreichen anderen kulturellen Organisationen Vorsitzender oder Vorstandsmitglied.

RALF WIELAND ist seit dem 27. Oktober 2011 Präsident des neu gewählten Abgeordnetenhauses von Berlin. Er wurde 1956 in Wilhelmshaven geboren und absolvierte eine Lehre als Speditionskaufmann. Nach seiner Berufsausbildung war er als Disponent und Leiter einer Speditionsniederlassung tätig. Danach arbeitete er als Leitungsreferent in der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen und leitete von 1996 bis 1997 die Bauabfallordnungsbehörde des Landes Berlin. 1997 wechselte er in die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie und war hier bis 1999 als Sachgebietsleiter tätig. Von 1999-2004 war er Landesgeschäftsführer der Berliner SPD. Dem Berliner Parlament gehört Ralf Wieland seit 1999 an.  Viele Jahre war er Vorsitzender des Hauptausschusses, der einer der wichtigsten Parlamentsausschüsse ist. Er ist für die Beratungen des Berliner Haushaltsgesetzes und die Kontrolle des Haushaltsvollzugs durch die Berliner Regierung zuständig.