DIE MITGLIEDER DER JURY

DAVID ELLENSON ist Kanzler des Hebrew Union College – Jewish Institute of Religion (HUC-JIR) sowie I.H. and Anna Grancell Professor of Jewish Religious Thought (Stiftungsprofessor für Jüdische Religionsphilosophie der I.H. and Anna Grancell Foundation). Rabbi Ellenson ist ein international hochangesehener Autor und Forscher zu den Themenfeldern Jüdische Religionsphilosophie, Ethik und Moderne Jüdische Geschichte. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören Werke wie Tradition in Transition: Orthodoxy, Halakhah and the Boundaries of Modern Jewish History (1989), Rabbi Esriel Hildesheimer and the Creation of a Modern Jewish Orthodoxy (1990), Between Tradition and Culture: The Dialectics of Jewish Religion and Identity in the Modern World (1994), After Emancipation: Jewish Religious Responses to Modernity (2004), Pledges of Jewish Allegiance: Conversion, Law, and Policymaking in 19th- and 20th-Century Orthodox Responsa (2012, mit Co-Autor Daniel Gordis) sowie das in Kürze erscheinende Buch Jewish Meaning in a World of Choice. Er ist der führende wissenschaftliche Experte zu Rabbi Esriel Hildesheimer, dem großen deutschen Rabbi und Begründer der orthodoxen Bewegung in Deutschland.

KAREN FRANKLIN, Ausstellungsplanerin für das Museum of Jewish Heritage, ist Co-Vorstandsvorsitzende von JewishGen. Die ehemalige Präsidentin der International Association of Jewish Genealogical Societies und Vorsitzende des Council of American Jewish Museums ist derzeit stellvertretende Vorstandsvorsitzende im Committee of Memorial Museums des Internationalen Museumsrats (ICOM). Sie ist außerdem Mitglied im Beirat des European Shoah Legacy Institute. 2012 verlieh das US-amerikanische Komitee des Internationalen Museumsrats (ICOM-US) Frau Franklin in Anerkennung ihres Engagements für die Restitution jüdischen Eigentums seine höchste Auszeichnung: die ICOM-US Service Citation.

FRANK MECKLENBURG ist der Hauptarchivar und Forschungsdirektor des Leo Baeck Instituts (LBI) New York, wo er seit 1984 tätig ist. Er steht der Zweigstelle des LBI Archivs im Jüdischen Museum Berlin vor und ist verantwortlich fuer DigiBaeck, das Digitalarchivprojekt des LBI. Er ist ein regelmässiger Teilnehmer an Konferenzen zu Jewish Studies und German Studies und arbeitet gegenwärtig an einer Reihe von Aufsätzen zur Geschichte der Juden in Mitteleuropa im 20. Jahrhundert aus einer post-Kalter Krieg und post-Ost-West Sicht. In Berlin geboren wanderte er 1981 in die USA aus und erhielt im gleichen Jahr den Dr.phil. von der Technischen Universität Berlin im Fach neuere deutsche Geschichte.

SARA NACHAMA studierte in Israel und ist vor über 30 Jahren nach Berlin gekommen. Sie arbeitete für das Deutsche Fernsehen (SFB und ZDF) als Dokumentarfilmerin. Von 1992 bis 1999 hat sie ehrenamtlich bei der Programmgestaltung und Organisation der alljährlich stattfindenden Jüdischen Kulturtage in Berlin leitend mitgewirkt. Von 2001 bis 2003 war Frau Nachama Gründungsdirektorin der Berliner Zweigstelle des Touro College (New York); die einzige Amerikanisch – Jüdische Hochschule in Deutschland. Seit 2005 ist sie auch die Vizepräsidentin des Touro College. Sie ist im Präsidium des „Willkommen in Berlin“ – Berliner Diplomatenclub beim Auswärtigen Amt. Am anfang 2012 wurde sie in die Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gewählt. She ist im Kuratorium des Jüdischen Krankenhauses in Berlin.

ARTHUR OBERMAYER ist Unternehmer in der Hightech-Industrie im Großraum Boston und Initiator des Jüdischen Museums in Creglingen, der Heimatstadt seiner Vorfahren. Vor kurzem erschien ein Buch über seine Familie unter dem Titel "The Obermayers: A History of a Jewish Family in Germany and America, 1618-2009" (Die Obermayers: Geschichte einer jüdischen Familie in Deutschland und Amerika, 1618-2009). Er ist langjähriges Vorstandsmitglied der Amerikanisch-Jüdischen Gesellschaft sowie Koordinator und Webmaster des deutschen Zweiges von JewishGen. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, die ihm vom Bundespräsidenten verliehen wurde.

NATAN SZNAIDER ist Professor für Soziologie am Academic College of Tel-Aviv-Yaffo in Israel. Geboren in Deutschland, studiert in den USA, lebt und arbeite er heute in Tel-Aviv. Sznaider forscht über die Soziologie des Traumas, Erinnerungspolitik und Globalisierung. Im Moment arbeitet er über jüdische Politik nach dem Holocaust. Autor zahlreicher Bücher und Artikel, unter anderem The Compassionate Temperament: Care and Cruelty in Modern Society, Rowman & Littlefield, Bolder, Co. 2000), Erinnerung im Globalen Zeitalter: Der Holocaust, Frankfurt: Suhrkamp Verlag, 2001 (co-authored with Daniel Levy), expanded and translated into English and as The Holocaust and Memory in the Global Age. Temple University Press, 2006; A volume on cosmopolitan politics and human rights, “Human Rights and Memory”, was published in 2009 together with Daniel Levy. In 2011 he published Jewish Memory and the Cosmopolitan Order with Polity Press.

RALF WIELAND ist seit dem 27. Oktober 2011 Präsident des neu gewählten Abgeordnetenhauses von Berlin. Er wurde 1956 in Wilhelmshaven geboren und absolvierte eine Lehre als Speditionskaufmann. Nach seiner Berufsausbildung war er als Disponent und Leiter einer Speditionsniederlassung tätig. Danach arbeitete er als Leitungsreferent in der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen und leitete von 1996 bis 1997 die Bauabfallordnungsbehörde des Landes Berlin. 1997 wechselte er in die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie und war hier bis 1999 als Sachgebietsleiter tätig. Von 1999-2004 war er Landesgeschäftsführer der Berliner SPD. Dem Berliner Parlament gehört Ralf Wieland seit 1999 an.  Viele Jahre war er Vorsitzender des Hauptausschusses, der einer der wichtigsten Parlamentsausschüsse ist. Er ist für die Beratungen des Berliner Haushaltsgesetzes und die Kontrolle des Haushaltsvollzugs durch die Berliner Regierung zuständig.