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16.02.2006
Jüdische Geschichte aufgearbeitet
German Jewish History AwardJohann Fleischmann aus Mühlhausen
wurde ausgezeichnet.
Mühlhausen --
Ende Januar 2006 erhielt der 53-jährige Johann Fleischmann aus Mühlhausen
in Berlin zusammen mit fünf weiteren Forschern aus dem gesamten Bundesgebiet
den renommierten German Jewish History Award.
Die seit sechs Jahren
jährlich vergebene Auszeichnung wurde im Berliner Abgeordnetenhaus
vom Präsidenten Walter Momper und dem Stifter des Awards, Dr. Arthur
Obermayer, Boston, verliehen. Damit sollen Deutsche nicht jüdischen
Glaubens gewürdigt werden, die freiwillig herausragende Beiträge
leisten, um die jüdische Geschichte, Kultur und Zeugnisse jüdischen
Lebens in ihrer Heimat zu bewahren.
Bei der Zeremonie
anwesend waren auch Bundestagsabgeordnete aus dem Gebiet des Arbeitskreises:
Stefan Müller, CSU, und Jörg Rohde, FDP; Renate Schmidt von
der SPD war wegen eines Krankenhausaufenthalts verhindert. Die Festrede
hielt der Berliner Ehrenbürger Edzard Reuter, einst Vorstandsvorsitzender
der Mercedes-Benz AG. Die Preisträg er werden jährlich von einer
internationalen Jury aus Vorschlägen ausgewählt, die weltweit
von Menschen jüdischen Glaubens eingereicht werden können. Johann
Fleischmann wurde von Dr. Martha Lev-Zion und Elizabeth Levy aus Israel
sowie Dr. Michael Bernet aus den USA vorgeschlagen.
Buchreihe MesusaFleischmann,
ehrenamtlicher Leiter des Arbeitskreises Jüdische Landgemeinden
an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach, bemüht sich seit über
zwei Jahrzehnten, die jüdische Vergangenheit von ca. 30 Landgemeinden
im Herzen Frankens (in Ober-, Unter- und Mittelfranken, u.a.
Aschbach, Adelsdorf, Burghaslach, Mühlhausen, Trabelsdorf, Uehlfeld,
Walsdorf) festzuhalten und weiterzugeben. Vor allem durch seine Buchreihe
Mesusa hat er sich über die fränkische Region hinaus
einen Namen geschaffen. Neben Friedhofsführungen und Vorträgen
wurden bei der Preisverleihung vor allem seine weltweiten Kontakte erwähnt,
bei denen er Informationen sam melt und auch weitergibt.
Erst im November 2005
veröffentliche Johann Fleischmann das Gedenkbuch in memoriam
Chriss Fiebig. Seine nächste Publikation, Mesusa 5, ist für
den Herbst 2006 vorgesehen. Darin beschreibt er das Schicksal einer jüdischen
Familie bis zu deren Ermordung im KZ Auschwitz 1944.
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