Idsteiner Zeitung

Jüdischer Preis geht an Gerhard Buck
Auszeichnung für langjährige historische Arbeit

Vom 23.01.2008

us. IDSTEIN-WALSDORF Sechs Deutsche erhalten in diesem Jahr den renommierten "German Jewish History Award" der Obermayer Foundation. Unter den Preisträgern ist der Historiker und Heimatforscher Gerhard Buck aus Idstein-Walsdorf. Mit der Auszeichnung ehrt die von dem amerikanischen Unternehmer Dr. Arthur Obermayer ins Leben gerufene Foundation deutsche Bürger, die sich aus eigener Initiative für die Bewahrung jüdischer Geschichte und Kultur einsetzen. Der Preis wird seit 2000 vergeben.

Gewürdigt werden nicht-jüdische Deutsche, die herausragende Beiträge zur Dokumentation jüdischen Lebens und Wirkens in Deutschland geleistet haben und das Gedenken an die jüdische Vergangenheit bewahren. Voraussetzung ist es, dass die Preisträger von Juden vorgeschlagen werden.

In einer Mitteilung aus Berlin, wo immer Ende Januar - im Gedenken an den Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im Jahr 1945 - die Preise im Abgeordnetenhaus, dem Sitz des Landesparlaments, überreicht werden, wird Bucks Leistung so beschrieben: "Er erhält die Auszeichnung für seine langjährige historische Arbeit", so die Sprecher der Jury. "Buck legte zum 50-jährigen Jahrestag der sogenannten Reichskristallnacht eine Dokumentation der jüdischen Geschichte vor. Seine Berufung in der Historischen Kommission für Nassau nutzte Buck zur Verwirklichung weiterer Erinnerungsprojekte, wie etwa einer umfassenden Dokumentation jüdischen Lebens in Idstein-Walsdorf."

Der 71 Jahre alte Walsdorfer, der bis zu seiner Pensionierung als Oberstudienrat am Idsteiner Pestalozzigymnasium arbeitete, hat im Laufe der Jahrzehnte eine ganze Reihe von Büchern und historischen Abhandlungen verfasst, die über die Idsteiner Stadtgrenzen hinausreichten. Dazu gehört das Buch "Steinfischbach im Laufe seiner Geschichte". Auch hierin widmet sich Buck, neben anderen Schwerpunkten, sehr detailliert dem Leben der Juden im Ort.

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