Studienleiter
Dr. Michael Dorhs beschäftigt sich bereits seit seiner Oberstufenzeit
mit dem deutschen Judentum und dem christlich-jüdischen Verhältnis.
Im Hofgeismarer Stadtmuseum (www.museum-hofgeismar.de)
hat er eine Abteilung für jüdische Geschichte mit aufgebaut,
vor allem aber Kontakte zu über 100 ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen
und Mitbürgern in aller Welt geknüpft. Daraus ist eine intensive
Versöhnungsarbeit entstanden, die vielfältige Kontakte und nach
vielen Jahren Besuche in Hofgeismar ermöglicht hat.
Ein
besonders enger Kontakt entstand zu der aus Karlshafen stammenden
Meta Frank, geb. Königsthal (1914-2004), deren Erinnerungen
Michael Dorhs herausgegeben hat. Unterstützt u.a. durch Dr. Martin
Doerry, den stellvertretenden Chefredakteur des Nachrichtenmagazins
"Der Spiegel", haben ihre drei Söhne Dan, Chanan und Gideon Frank,
Michael Dorhs nun für die höchste Auszeichnung, die im
Zusammenhang der Bewahrung der deutsch-jüdischen Kultur einer
Einzelperson zuteil werden kann, vorgeschlagen, den Obermayer
German Jewish Community History Award (http://www.obermayer.us/award/2009/Obermayer_German_09.pdf).
Der Preis würdigt Verdienste um die Versöhnungsarbeit zur deutsch-jüdischen
Geschichte, die lebendige Beziehungen knüpft. Ein Beleg für diese
Lebendigkeit ist, dass zwei der Söhne von Meta Frank aus Israel
nach Berlin reisen, um bei der Ehrung im Berliner Abgeordnetenhaus
anwesend zu sein.

Auch
in seiner jetzigen Tätigkeit bildet das Judentum einen Schwerpunkt:
jedes Jahr bietet Michael Dorhs Pastoralkollegs zum christlich-jüdischen
Dialog oder zur Versöhnungsarbeit an. Nach Reisen ins jüdische
Museum in Berlin und in die jüdische Geschichte Amsterdams, fand
im letzten Jahr ein Kolleg über Paulus, Luther und die Thora statt
unter dem Thema "Wie antijudaistisch ist die christliche Rechtfertigungslehre?"
Dieses Jahr findet im September unter dem Motto: "Vom Umgang mit
einer schwierigen Vergangenheit" eine Reise nach Paris statt,
der Stadt mit der größten jüdischen Gemeinschaft Europas.