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PRESSEMITTEILUNG

Cordula Kappner aus Hassfurt erhält in Berlin hohe Auszeichnung Auch Vizepräsidentin Kastner waranwesend und gratulierte

„Ich bin hoch erfreut, dass die chervorragende und wichtige Arbeit und das jahrelange Engagement von Frau Kappner nun eine so hohe Würdigung fanden.“ So die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und SPD-Bundestagsabgeordneten aus Maroldsweisach, Susanne Kastner, nach der
Verleihung des „German Jewish History Award“ im Abgeordnetenhaus von Berlin an Frau Cordula Kappner aus Hassfurt.

Der "German Jewish History Award" der Obermayer Foundation ist eine der bedeutendsten internationalen Auszeichnungen, und wurde am Dienstag (27.1.)vom Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Walter Momper und dem Präsidenten der Obermayer
Foundation, Dr. Arthur Obermayer (USA) im Abgeordnetenhaus von Berlin unter Anderen auch an die Hassfurterin Cordula Kappner überreicht.

Bei einem Festakt wurden - am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus - im Plenarsaal mehrere Deutsche geehrt, die aus eigener Initiative herausragende Beiträge zur Dokumentation
jüdischer Geschichte und Kultur in Deutschland geleistet haben. Sie haben sich für Projekte engagiert, durch die Zeugnisse jüdischen Lebens und jüdischer Kultur aus der Zeit des Holocaust dokumentiert und für die Nachwelt erhalten werden.

Frau Kappner hat während ihrer Tätigkeit als Leiterin der lokalen Bibliothek zu jeder der rund 250 jüdischen Familien, die einst in und um Haßfurt lebten, eine Mappe mit Fotos, Zeitzeugeninterviews, Dokumenten und Artikeln angelegt. Insgesamt 34 Ausstellungen hat sie zusammengestellt, in denen sie die jüdische Geschichte einzelner Orte in der Region schildert.

Besonderen Wert legt sie darauf, junge Leute mit ihrer Arbeit zu erreichen. Vor ihrer Bibliothek initiierte sie eine Mauer als Denkmal für die Opfer des Holocaust aus dem Landkreis. Schüler des örtlichen Gymnasiums malten die Namen auf Steine, mit denen dann Berufsschüler eine Mauer
errichteten.

In ihrer Ansprache dankte Frau Kappner insbesondere der Gemeinde Ebelsbach und ihrem Bürgermeister Walter Ziegler, die ihr „kostenloses Asyl“ gewährten und ihre Arbeit maßgeblich unterstützen.

Frau Kastner gratulierte Frau Kappner und brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass die ausgezeichnete und wichtige Arbeit, die sie in den letzten Jahrzehnten in Hassfurt gemacht hat, nun auch in dieser Form die verdiente Würdigung fand.